Punkteregelung

Alles was Sie über Flensburger Punkte wissen müssen auf einen Blick

Was hat es mit den Punkten auf sich?

Das Kraftfahrtbundesamt befindet sich bereits seit 1958 in Flensburg. Seit 1974 führt die Behörde das heute noch gültige Punktesystem. Dieses Verfahren soll zum einen verkehrserzieherisch wirken und den Schutz der Verkehrssicherheit gewährleisten. Studien können belegen, dass die Verkehrssicherheit seit der Einführung des Punktesystemes gestiegen ist. Das heutige System sieht maximal acht Punkte vor. Wer diese Anzahl erreicht, muss mit Führerscheinentzug rechnen. Der Kraftfahrer wird allerdings schon im Vorhinein bei verschiedenen Punkteständen abgestraft oder ermahnt. Die gestiegene Verkehrssicherheit ist demnach unter anderem der Abschreckung des Fahrverbotes zuzuschreiben.

Punktereform 2014:

Im Verkehrszentralregister werden alle Ordnungswidrigkeiten eines jeden Kraftfahrers in Deutschland gelistet.
Seit Mai 2014 findet der gefürchtete Führerscheinentzug schon bei acht Punkten und nicht mehr bei 18 statt. Wenn Kraftfahrer schon vor dem 1. Mai 2014 Punkte hatten, wurden diese wie folgt umgewertet:

1 bis 3 – 1
4 bis 5 – 2
6 bis 7 – 3
8 bis 10 – 4
11 bis 13 – 5
14 bis 15 – 6
16 bis 17 – 7
18 – 8

Punkte, welche nicht unmittelbar auf der Gefährdung des Straßenverkehr beruhten, wurden bei dieser Umwandlung gelöst. Einen Punkt in Flensburg bekommt man nämlich ab Mai 2014 nur, wenn eine Geldbuße über 60 Euro abgestraft und in die Verkehrssicherheit erheblich eingegriffen wird. So wurden zum Beispiel jene gelöscht, welche für das Befahren einer Umweltzone ausgelöst wurden.

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Wann erhält man Punkte?

Einen Punkt in Flensburg kann man schon ab einem Alter von zwölf Jahren erhalten. Zum Beispiel, wenn ein Kind mit dem Fahrrad über eine rote Ampel fährt. Alle möglichen Vergehen werden in einem Bußgeldkatalog aufgeführt. Dieser unterscheidet sich je nach Art des Verkehrsteilnehmers. So können sowohl Autofahrer, Fußgänger, als auch Radfahrer vom Punktesystem erfasst werden. Als Autofahrer erhält man einen Punkt wen man zum Beispiel am Steuer telefoniert, ohne Winterreifen fährt oder ein Kind nicht angeschnallt ist. Ebenfalls wird ein Punkt fällig, wenn man die Vorfahrt missachtet oder beim abbiegen Fußgänger gefährdet. Das Fahren ohne Zulassung, sowie Geschwindigkeitsüberschreitungen von 25 Km/h innerorts oder 30 Km/h außerorts werden genauso abgestraft. Zwei sind dahingegen fällig, wenn man eine rote Ampel überfährt, erstmals mit über 0,5 Promille Alkohol im Blut am Steuer sitzt, oder bei noch höheren Geschwindigkeiten geblitzt wird. All diese Vergehen sind zugleich mit teilweise empfindlichen Geldstrafen verbunden.

Fährt man als Radfahrer über eine rote Ampel wird ebenfalls ein Punkt fällig. Überquert man den Bahnübergang bei geschlossenen Schranken sind schon zwei fällig.
Auch ein Fußgänger muss sich als Verkehrsteilnehmer sehen und sich an die geltenden Regel der StVO halten. So wird ein Punkt beim Überqueren des geschlossenen Bahnüberganges fällig und zwei bei unerlaubten Entfernen vom Unfallort.


Was ist das Maximum?

Wie bereits erwähnt liegt das Maximum bei einem Punktestand von acht. Das Punktesystem aus Flensburg sieht im Bußgeldkatalog eine Staffelung vor. Einen Punkt gibt es bei einem schweren Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung. Zwei gibt es bei einem sehr schweren Verstoß und drei Punkte sind ausschließlich für Straftaten fällig, welche mit Führerscheinentzug geahndet werden müssen. Der Bußgeldkatalog sieht natürlich für die Kraftfahrer eine Reihe von Gegenmaßnahmen vor.
Verkehrsteilnehmer, welche 1-3 Punkte in Flensburg gesammelt haben, erhalten eine sogenannte Vormerkung. Dies hat noch keine direkten Folgen, doch der Fahrer ist gewarnt. Bei einem Punktestand zwischen vier und fünf erfolgt eine kostenpflichtige Ermahnung. Das Kraftfahrtbundesamt weist zugleich auf eine mögliche freiwillige Teilnahme an einem Fahreignungsseminar hin. Dies kann nur absolviert werden, wenn in den letzten fünf Jahren kein solches Seminar zurückgelegt worden ist und der Punktestand die 5-Punkte-Grenze nicht übersteigt.

Bei einer Punktzahl von 6 und 7 wird abermals eine schriftliche Ermahnung fällig, welche für den Kraftfahrer mit Kosten verbunden ist.
Ab 8 Punkten erfolgt letztlich der Führerscheinentzug. Dabei handelt es sich nicht um ein zeitlich begrenztes Fahrverbot. Der Besitzer des Führerscheines muss die Berechtigung zum Führen eines KFZ´s abgeben. Es folgt eine Sperrfrist von mindestens sechs Monaten. Erst dann kann der Fahrer einen schriftlichen Antrag stellen und gegebenenfalls den Führerschein zurück bekommen.

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Wann verfallen Punkte?

Im Bußgeldkatalog sind Tilgungsfristen enthalten, welche einen Punkteverfall zur Folge haben. Diese Fristen werden für jedes Vergehen einzeln in Flensburg gelistet. Das bedeutet, dass ein Punkt unabhängig vom Vergehen automatisch verfällt, wenn die entsprechende Frist des Bußgeldkatalog abgelaufen ist.
Eintragungen mit einem Punkt verfallen nach 2,5 Jahren. Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten mit zwei Punkten verjähren nach fünf Jahren. Bei Straftaten, welche mit drei Punkten geahndet wurden, erfolgt ein Verfall nach zehn Jahren. Eine Hemmung der Tilgungsfristen gibt es seit der Punktereform im neuen Bußgeldkatalog nicht mehr.

Kann man Punkte abbauen?

Grundsätzlich verjähren die Punkte von allein. Allerdings hat der Verkehrsteilnehmer die Möglichkeit zusätzlich Punkte abzubauen. Dies funktioniert nur, wenn der persönliche Punktestand unter fünf Punkten liegt. So kann der Verkehrsteilnehmer alle fünf Jahre an einem freiwilligen Fahrtauglichkeitsseminar teilnehmen. Damit wird ihm die Chance gegeben einen Punkt abzubauen.